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The intellectual journey of the young Moses Hess began in Bonn’s Judengasse. He was deeply influenced by the strictness of his pious grandfather – “born and raised in Judengasse, beaten black and blue over the Talmud until I was fifteen,” he later wrote. His early rebellion against coercion and dogma gave rise to a thinker who inspired both socialism and Zionism.

In der Bonner Judengasse begann die geistige Reise des jungen Moses Hess. Die Strenge seines frommen Großvaters prägte ihn tief – „in der Judengasse geboren und erzogen, bis in mein fünfzehntes Jahr über den Talmud schwarz und blau geschlagen“ schrieb er später. Aus früher Rebellion gegen Zwang und Dogma erwuchs ein Denker, der den Sozialismus und den Zionismus gleichermaßen inspirierte.

November 20, 2025:

Gabriele Wasser on Moses Hess' childhood and youth in Bonn

20. November 2025:

Gabriele Wasser über Moses Hess´ Kindheit und Jugend in Bonn

He was to go down in history as one of the fathers of German Social Democracy and pioneer of modern political Zionism: the GermanJewish philosopher and writer Moses Hess, who was born in Bonn in 1812 and whose paths led, among other things, to Cologne after his studies there.

Here he was a journalist and organiser in the fledgling labour movement. He introduced Karl Marx and Friedrich Engels to socialism and communism, and played a crucial role in shaping their theories.

With his idealistic philosophy, however, he turned away from communism and its central idea of class struggle and, through his encounter with Ferdinand Lasalle, became one of the first social democrats and a founding member of the Cologne SPD.

For a long time, Hess was a typical representative of the assimilated Jewish educated middle class, but towards the end of his life he focused on the idea of founding a Jewish nation state.

It was his experiences with anti-Semitism, oppression and inequality that had led him to socialism, and which now made him the „ideal father of Israel“.

Moses Hess died on Sept. 6, 1875, in his longtime home in Paris. At his request, he was buried in the Jewish cemetery in Cologne-Deutz.“

Exerpt from the invitation of the Cologne Society for Christian-Jewish Cooperation on the occasion of the 150th anniversary of the death of Moses Hess.

„Er sollte als einer der Väter der deutschen Sozialdemokratie und Vordenker des modernen politischen Zionismus in die Geschichte eingehen: der deutsch-jüdische Philosoph und Schriftsteller Moses Hess, der 1812 in Bonn geboren wurde und dessen Wege ihn nach seinem dortigen Studium u.a. nach Köln führten.

Hier war er publizistisch und organisatorisch in der noch jungen Arbeiterbewegung tätig. Er führte Karl Marx und Friedrich Engels an Sozialismus und Kommunismus heran und spielte damit für ihre Theoriebildung eine entscheidende Rolle.

Mit seiner idealistischen Philosophie wandte er sich jedoch vom Kommunismus und dessen zentraler Idee vom Klassenkampf ab und wurde durch die Begegnung mit Ferdinand Lasalle zu einem der ersten Sozialdemokraten und zum Gründungsmitglied der Kölner SPD.

War Hess lange Zeit ein typischer Vertreter des assimilierten jüdischen Bildungsbürgertums, konzentrierte er sich gegen Ende seines Lebens auf die Idee der Gründung eines jüdischen Nationalstaats.

Es waren seine Erfahrungen mit Antisemitismus, Unterdrückung und Ungleichheit, die ihn zum Sozialismus geführt hatten, und die ihn nun zum „ideellen Vater Israels“ machten.

Moses Hess starb am 6. April 1875 in seinem langjährigen Wohnort Paris. Er wurde auf Wunsch auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Deutz beigesetzt.“

Auszug aus der Einladung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit anläßlich des 150. Todestages von Moses Hess.

On April 9, 2025, the Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. (Cologne Society for Christian-Jewish Cooperation), in cooperation with the Friedrich-Ebert-Stiftung and the Moses Hess Society, invited to a commemorative event on the occasion of the 150th anniversary of Moses Hess‘ death.

Am 09. April 2025 hat die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. in Kooperration mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Moses Hess Gesellschaft zu einer Gedenkveranstaltung anläßlich Moses Hess´ 150. Todestages eingeladen.

Speakers:

 

  • Dr. Marcus Meier (introduction)

Managing Director of the Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

  • Jochen Ott (greeting)

MdL, Chairman of the SPD parliamentary group in the NRW state parliament

  • Prof. Dr. Jürgen Wilhelm

Chairman of the Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

  • Dr. Jürgen Schmidt

Director of the Karl-Marx-Haus Trier

Es sprachen:

 

  • Dr. Marcus Meier (Einführung)

Geschäftsführer der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

  • Jochen Ott (Grußwort)

MdL, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW

  • Prof. Dr. Jürgen Wilhelm

Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

  • Dr. Jürgen Schmidt

Leiter des Karl-Marx-Haus Trier

Recording of the lectures (Video: Horst Goetze Bonn, www.künstlerkanal.de)

Mitschnitt der Vorträge (Video: Horst Goetze Bonn, www.künstlerkanal.de)